Impulsvortrag und Dialog bei den Führungskräften eines Klinikums

Impulsvortrag und Dialog bei den Führungskräften eines Klinikums

veröffentlicht am 20. Februar 2026

Wie ist das mit Klinikvorstand und Leitenden Oberärzt:innen über Fehlzeiten zu sprechen?
Diese Frage habe ich mir in der Vorbereitung zu meinem Impulsvortrag mehrfach gestellt. Und eingestiegen bin ich mit dem Satz:
„Eines kann ich Ihnen versprechen: über Medizin spreche ich mit Ihnen nicht.“
Ganz so „medizinlos“ war es dann doch nicht. Denn bei der „Bettkantenentscheidung“ löste ich auf, was die beste „Medizin“ ist, um diese Entscheidung richtig und verantwortungsvoll zu treffen: Bindung                                                                                                                                                                                                                                     
Bindung an das Team, an die Arbeitsaufgabe, an den Vorgesetzten und an das Unternehmen, ist sehr zentral, wenn wir über motivationsbedingten Absentismus, ungeplante Kurzzeitabwesenheiten oder eben die Bettkantenentscheidung sprechen.
Auf Einladung des Ortenau Klinikums dufte ich an der Veranstaltung „Ärztliches Netzwerk“ teilnehmen und mit ca. 70 Anwesenden meine Perspektive auf Fehlzeiten teilen. Neben meinem Impuls, gab es Berichte der Vorstände und starke Best Practice Beispiele aus der Klinikwelt die mich wirklich faszinierten. Zudem hatte ich mir vorher nie Gedanken darüber gemacht, warum es ein Assessmentverfahren für Notfallärzte im Einsatz auf dem Rettungshubschrauber gibt?
Im Anschluss gab es noch eine von der Personaldirektion super kurzweilige Podiumsdiskussion mit den medizinischen,- pflegerischen und kaufmännischen Vorständen, dem Gesamtpersonalrat, zwei Ärzten die von ihren Best Practices berichteten und mir.

Was nehme ich mit:

Grundsätzlich unterscheiden sich die Herausforderungen eines betrieblichen Fehlzeitenmanagements eines medizinischen Klinikums, nicht von denen  anderen Branchn. Es geht immer um Kultur, Führung, Kommunikation und Methode.
Jedoch sind die Anforderungen hinsichtlich Emotionalität, psychischer Belastung, Dienstplanstabilität und der Fürsorge für den Mensch als Patient, schon anders gelagert, als das in einem normalen Angestelltenverhältnis im Handwerk, der Industrie oder der Dienstleistung ist.
Die Mitarbeitenden stellen oftmals ihre eigene Gesundheit hinter derer ihrer Patienten, für die sie sich verantwortlich fühlen.
Abschließend kann ich mir die obige Aussage eines Teilnehmenden gut vorstellen. Letztlich wirkt bei den Menschen, die sich für einen Beruf im Gesundheitswesen entscheiden, bestimmt oft der uns allen bekannte Spruch: „Der Schuster hat die schlechtesten Leisten.“
Ich danke dem Ortenau Klinikum für die Einladung und Wertschätzung die ich erfahren dufte, sowie die vielen Einblicke und Learnings aus den Klinikherausforderungen die ich mitnehme.

Über das Ortenau Klinikum

Das Ortenau Klinikum ist mit seinen über 6.000 Mitarbeitenden der viertgrößte kommunale Klinikverbund in Baden-Württemberg und größter Arbeitgeber meiner Heimatregion der Ortenau. Mit ihren derzeit sechs stationären Häusern behandeln sie jährlich rund 61.200 Patient:innen stationär und über 180.500 ambulant. Neben der Ausbildung von jährlich weit über 600 Auszubildenden, erblicken rund 3.600 Babys in den Kreißsälen das Licht der Welt. (Quelle: www.ortenau-klinikum.de)

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